Schichttrennung auf Bambu Lab Druckern beheben

Schichttrennung (Delamination) zeigt sich als horizontale Risse in den Wänden eines Drucks oder als Teile, die beim Biegen sauber entlang einer Schichtlinie auseinanderbrechen. Sie bedeutet: Die Schichten sind nie richtig miteinander verschweißt worden – und dafür gibt es eine kurze Liste an Ursachen.

Warum Schichten aufreißen

Jede neue Schicht muss die darunterliegende teilweise wieder anschmelzen, um eine Schweißnaht zu bilden. Diese Naht scheitert, wenn der Kunststoff zu kalt aufgetragen wird, wenn der Lüfter die vorige Schicht abkühlt, bevor die nächste ankommt, oder wenn das ganze Teil beim Abkühlen stark schrumpft (ABS, ASA, PA, PC). Feuchtigkeit verschlimmert alles: Dampfblasen in der Extrusion hinterlassen Hohlräume genau dort, wo die Schweißnaht sein sollte.

Schnelle Lösungen

Erhöhe die Düsentemperatur um etwa 10 °C. Heißere Schmelze dringt in die Schicht darunter ein und verschweißt richtig. Obergrenzen, die man kennen sollte: PLA bis 230–235 °C, PETG bis 255–260 °C, ABS/ASA bis 270–280 °C, PC bis 285–290 °C, PA bis 290–300 °C.

Bambu Studio: Filament settings → Filament → Nozzle temperature

Reduziere die Bauteilkühlung um etwa 20 Prozentpunkte. Ein Lüfter auf Vollgas friert jede Schicht ein, bevor sich die nächste mit ihr verbinden kann. Für ABS und ASA peil eine maximale Lüfterdrehzahl von 30–40 % an und keine Kühlung für die ersten 5 Schichten.

Bambu Studio: Filament settings → Cooling → Fan speed – Max

Trockne hygroskopische Filamente. Besonders feuchtes PA und PC drucken schwache, blasige Schichten. PA braucht 12 h bei 80 °C, PC 8 h bei 80 °C, ABS/ASA 8 h bei 80 °C, falls die Spule wochenlang offen lag. Alle Details im Trocknungs-Guide.

Kammerwärme: die eigentliche Lösung für technische Materialien

Für ABS, ASA, PA und PC ist Schichthaftung vor allem ein Kammerproblem:

Feintuning für Fortgeschrittene

Realistische Erwartungen setzen

Die Schichten sind die schwache Richtung jedes FDM-Drucks, selbst eines perfekten. Bambus eigene Profildaten bewerten die Schlagzähigkeit quer zu den Schichten (Z-Richtung) mit 13.8 für PLA Basic, aber nur 7.4 für ABS und 4.9 für ASA — die Materialien, die am stärksten schrumpfen, haften am schlechtesten, und genau deshalb brauchen sie die Kammer-Tricks von oben. Zwei praktische Konsequenzen:

Häufige Fragen

Was verursacht Schichttrennung bei 3D-Drucken?

Schichten trennen sich, wenn eine neue Schicht die darunterliegende nicht teilweise wieder aufschmilzt und verschweißt. Das passiert, wenn der Kunststoff zu kalt abgelegt wird, wenn der Bauteillüfter die vorige Schicht abkühlt, bevor die nächste ankommt, oder wenn das ganze Teil beim Abkühlen stark schrumpft (ABS, ASA, PA, PC). Feuchtigkeit verschlimmert alles: Dampfblasen hinterlassen Hohlräume genau dort, wo die Schweißnaht sitzen sollte.

Welche Einstellungen beheben Schichttrennung?

Erhöhe die Düsentemperatur um etwa 10 °C — heißere Schmelze verschweißt richtig, mit Obergrenzen um 230–235 °C für PLA, 255–260 °C für PETG und 270–280 °C für ABS/ASA. Reduziere dann die Bauteilkühlung um etwa 20 Prozentpunkte; für ABS und ASA ziele auf maximal 30–40 % Lüfter und keine Kühlung in den ersten 5 Schichten. Trockne außerdem hygroskopische Filamente — nasses PA braucht 12 h bei 80 °C.

Sollte ich die Kammer heizen, um Delamination zu stoppen?

Ja, bei technischen Materialien — Kammerwärme ist der größte Einzelfaktor gegen Delamination. Bambus X2D-Profile nutzen 65 °C für ABS/ASA und 60 °C für PA/PC; der X1E heizt aktiv bis 60 °C. Auf passiv geheizten X1C und P1S: Tür zu, Deckel drauf und das Bett die Luft 10–15 Minuten vorwärmen lassen. Auf offenen Druckern delaminieren PA und PC unabhängig von den Einstellungen.

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Quellen